Schwerpunkte unserer Schule

Schwerpunkte unserer Schule

Schwerpunkte unserer Schule

 

Unterricht

Der Unterricht an unserer Schule orientiert sich inhaltlich an den curricularen Vorgaben für die Förderschule Schwerpunkt Geistige Entwicklung sowie den Schuleigenen Arbeitsplänen. Sie beinhalten für die einzelnen Fachbereiche freie und verbindlich festgelegte Unterrichtsschwerpunkte.

Auf der Grundlage der individuellen Förderpläne werden außerdem die personalen Zielsetzungen für jede Schüler:in festgelegt. Sie beziehen sich auf die Hilfe zur selbstständigen Lebensführung, die Entfaltung der Persönlichkeit sowie die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben.

Wir verstehen Schule als einen Lern-, Erfahrungs- und Lebensraum. Hier werden die schulfachlichen Zielsetzungen, die unmittelbaren Lebenswelten unserer Schülerinnen und Schüler sowie die standortbezogenen Goslarer Schwerpunkte in besonderem Maße verknüpft und berücksichtigt.

In einem multiprofessionellen Team aus Förderschullehrkräften, Pädagogischen Mitarbeiter:innen und Therapeut:innen sorgen wir dafür, dass unsere Schüler:innen lernen:

  • im Unterricht in kleinen Lerngruppen von 5 – 9 Schüler:innen
  • mit innerer und äußere Differenzierung
  • mit individueller Förderung auf der Grundlage der Förderpläne
  • in ganzheitlicher Förderung
  • im anschaulichen und handlungsorientierten Unterricht
  • nach dem Klassenlehrerprinzip
  • mit Übungs- und Wiederholungsphasen
  • berufsvorbereitend
  • mit Unterstützung durch verschiedene Institutionen
  • in intensiver Elternarbeit und Elternberatung

 

Projektunterricht

Die Arbeit in Projekten stellt ein spezifisches Merkmal unseres Lernens dar, wird in allen Jahrgangsstufen eingesetzt und prägt insbesondere die Arbeit in der Abschlussstufe. Der Projektunterricht gewährleistet ein lernbereichsübergreifendes, handlungsorientiertes und lebensweltbezogenes Lernen. Hier lassen sich unsere pädagogischen Grundsätze, wie größtmögliche Selbsttätigkeit, Lebensunmittelbarkeit, ganzheitliches und individualisiertes Lernen sinnvoll und effektiv umsetzen.

Nachfolgende Projekte haben sich teils als schulübergreifende, teils als klassenbezogene Vorhaben im Schuljahr etabliert:

 

  • Der Schulgarten

Unsere Schule verfügt über einen Schulgarten, in dem mehrere Klassen Beete pflegen sowie Gemüse und Obst anbauen. Die Sekundarstufe II entwickelt saisonale Angebote mit Produkten aus dem Schulgarten. Entstanden ist dieser Garten als Schülerprojekt, in dem neben Bodenaushub, Mutterbodenverteilung und Zaunbau auch Beeteinfassungen und Wege angelegt wurden. Der Zugang ist mit Rollstühlen befahrbar. Die Wartung und Instandhaltung ist ständiges Aufgabenfeld aller beteiligten Projektgruppen.

 

  • Der Obstkorb

Auf der Grundlage des Konzeptes „Gesunde Ernährung“ wird für alle unserer Schüler:innen ein umfangreiches Obst- und Gemüseangebot bereitgestellt. Mit Unterstützung des „Schulobstprogramm der EU“ und eigenen Finanzmitteln übernehmen die Klassen wechselnd die Aufgabe, für die anderen Klassen Früchte der Saison auszusuchen und zu verteilen, weiteres Gemüse einzukaufen und in die Klassen zu liefern.

 

  • Die Schülerbücherei

Für die hausinterne Ausleihe öffnet jede Woche die Schülerbücherei ihre Türen. Die SchülerInnen finden dort thematisch und nach Schwierigkeitsgraden geordnet eine breite Auswahl an Büchern. Schüler:innen kümmern sich in Zusammenarbeit mit einer Kollegin um die Ausleihe und Pflege des Buchbestandes.

 

  • Die Schülerfirma KIOSK SGmbH

Die Schülerfirma KIOSK SGmbH wurde bereits 2009 gegründet. Sie wird in der Regel vom 2. Jahrgang der Abschlussstufe betrieben. Der Schülerkiosk bietet an einem Tag in der Woche eine kleine Auswahl an frisch zubereiteten Speisen sowie ein festes Sortiment von Leckereien an. Der Betrieb des Schülerkiosks bietet sowohl der betreibenden Klasse, als auch der gesamten Schülerschaft eine Vielzahl an regelmäßigen Lernanlässen.

 

Lernen durch Bewegung

Wahrnehmen und Bewegen bilden die Grundlagen der Auseinandersetzung mit der Welt. Nicht nur als sensomotorische Basis des Lernens, sondern auch über ihre sozialen und emotionalen Aspekte öffnen sie den Unterricht für die vielfältigen Zugangsbedingungen und individuellen Lernbedürfnisse unserer Schüler:innen. Dies schlägt sich sowohl in unserer täglichen Arbeit nieder, als auch auf spezifische Weise in sportlichen Angeboten und Aktivitäten, wie z.B.

Fußballtraining
Sportabzeichen
Basketball-Abzeichen des DBB
Teilnahme am Südseelauf
Fußballturniere an verschiedenen Orten
Schwimmunterricht, Schwimmabzeichen-Prüfungen

Einen besonders hohen Stellenwert nimmt der Schwimmunterricht ein, der möglichst für alle Klassen durchgeführt wird. In den Abschlussklassen werden Schwimmbadbesuche in engem Kontext mit dem Training der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel durchgeführt.

 

Unterstützte Kommunikation

Unterstützte Kommunikation (UK) ist ein Fachgebiet, welches die Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten von Menschen mit Kommunikationseinschränkungen im Alltag verbessern und erweitern möchte. Die Zielgruppe der UK-Nutzer in unserer Schule umfasst die Schüler:innen,

  • die gar nicht oder kaum mit Lautsprache kommunizieren können,
  • die gesprochene Sprache nicht oder eingeschränkt verstehen,
  • deren Sprachentwicklung stark verzögert ist,
  • deren Zugang zur Schriftsprache stark beeinträchtigt ist.

Die Unterstützte Kommunikation bedient sich entsprechend der aktuellen, individuellen Kompetenzen eines Menschen einer Vielfalt an Methoden wie:

  • körpereigene Methoden (Gebärden, lautsprachbegleitende Gebärden)
  • grafische Symbole (Kommunikationstafeln/ – bücher, etc.)
  • technische Kommunikationshilfen (sprechende Tasten, Talker, Ursache- Wirkungs- Taster, iPads)
  • pädagogische Konzepte (Modelling, Leichte Sprache).

Die Fachkonferenz Unterstützte Kommunikation setzt sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzt und schafft neue Bereiche an der Schule. Hierzu gehören unter anderem eine UK-AG, ein UK-Pausenangebot, die Organisation von Fortbildungen und die Teilnahme an Netzwerktreffen.

 

Therapie

Das Therapeut:innenteam besteht aus Ergo- und Physiotherapeutinnen sowie einer Logopädin. Die Förderung findet während der Schulzeit unterrichtsimmanent und in Einzel- oder Gruppentherapien statt. Die individuellen Förderschwerpunkte der Schüler:innen werden von uns in Absprache mit den Klassenteams, der Schulleitung, den Elternhäusern und gegebenenfalls mit Ärzt:innen, Fremdtherapeut:innen oder Hilfsmittelanbietern festgelegt. Die Förderziele sind darauf ausgerichtet, die maximale Integration der Schüler:innen in den Schulalltag und natürlich auch darüber hinaus zu erreichen.
Weiterhin bietet das Therapeut:innenteam oft besondere Aktivitäten an, die einen spezifischen therapeutischen Hintergrund haben, z.B. eine Cremerutsche oder einen Fußfühlpfad. Auch an den schulischen Informationsabenden ist es aktiv beteiligt und bereichert sie immer wieder mit handlungsorientierten Elementen, um die breitgefächerte Arbeit anschaulich nachvollziehbar zu machen.

 

Tiergestützte Pädagogik

In unserer Schule leben Meerschweinchen, die in Zusammenarbeit von Pädagog:innen und Schüler:innen gepflegt werden. Darüber hinaus besuchen uns regelmäßig unsere Schulhunde. Tiergestützte Pädagogik greift ineinander bei Schüler:innen mit einer Autismusspektrumsstörung, mit Auffälligkeiten im Bereich der Sprache und beim Lesen, bei Hyperaktivität, zur Förderung des Selbstbewusstseins sowie bei motorischen und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen. Konzeptionell verankert sind Kooperationen mit einem Bauernhof sowie einem Reiterhof. Hier können die Schüler:innen ihr Erfahrungsspektrum mit anderen Tieren erweitern.

 

Arbeitsgemeinschaften

Einmal wöchentlich bieten wir für alle Schüler:innen Arbeitsgemeinschaften an. Die Auswahl ist breit gefächert und umfasst neben Bewegungs- und Sportspielen auch künstlerische und musische Angebote, Naturerfahrungen und – erkundigungen – sowie Spiel- und Entspannungsmöglichkeiten.

Alle Schüler:innen können interessengeleitet eine AG auswählen Die Altersstruktur der Arbeitsgemeinschaften ist in der Regel gemischt. Jüngere und ältere Schüler:innen können gemeinsam agieren, entsprechend ist die AG-Zeit eine besondere Möglichkeit zum Aufbau sozialer Kompetenzen.